Haarwachs ist eines der am häufigsten verwendeten Haarstylingmittel und gehört inzwischen längst zur Grundausstattung jedes Badezimmers. Das Haarstyling soll schließlich immer stimmen – sei es bei den Herren oder den Damen der Schöpfung. Vor allem in den 50er Jahren, als die Elvis-Tolle ganz groß in Mode war, erlebte das Haarwachs einen wahren Höhenflug. Dem herkömmlichen Haargel gegenüber bietet das Wachs den großen Vorteil, dass es die Frisur auch nach der Anwendung geschmeidig und formbar hält. So wirkt das Haar nicht übermäßig gestylt, sitzt aber dennoch gut und erhält zusätzlichen Halt. Zudem verleiht das Wachs dem Haar einen schönen, gesunden Glanz und kann verstärkend bei der Haarglättung eingesetzt werden. Diese vielen Vorzüge lassen mittlerweile immer mehr Menschen zum weichen, cremigen Haarwachs greifen. Doch viele, die das Wachs verwenden, wissen nicht einmal genau, wie man es anwenden kann oder ob es überhaupt für die eigene Haarstruktur geeignet ist.
Bei den verschiedenen Haarwachsen unterscheidet man zwischen normalem und wet-Haarwachs. Letzteres ist ein stark glänzendes Stylingprodukt, welches das Haar nass erscheinen lässt. Das normale Haarwachs dagegen ist nach dem Auftragen weitgehend unsichtbar. Genau wie Haarspray und Haargel ist auch Haarwachs in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Das bedeutet, dass es meist nicht auf die verwendete Menge des Mittels zurückzuführen ist, wenn die Haare sich nicht gut genug stylen lassen. Vielmehr sollte in diesem Fall ein stärkeres Produkt verwendet werden. Grundsätzlich ist Haarwachs stärker als Haarspray oder Haarpuder und sollte daher angewendet werden, wenn die anderen Mittel nicht stark genug sind.
Vor der Anwendung des Haarwachses sollte man es gleichmäßig in den Handflächen verteilen. Dabei gilt die Devise: “Weniger ist mehr.” Denn sind die Haare einmal verklebt, hilft nur noch Auswaschen, da Wachs so gut wie unauskämmbar ist. Außerdem führt zu viel Wachs zu weißen Ablagerungen im Haar, was nicht besonders ansprechend aussieht. Es ist also besser, einige Male kleine Portionen nachzunehmen. Das Haarwachs kann sowohl im nassen als auch im trockenen Haar angewendet werden. Nasses Haar führt ebenfalls zum so genannten Wet Look, in diesem Zustand hält das Wachs allerdings weniger gut.
Haarwachs lässt sich für viele Looks und Haarlängen anwenden. Momentan ist es sehr angesagt, die Haare mit Haarwachs strubbelig zu stylen, so dass sie wie ungestylt aussehen. Hier sollte man am besten normales Wachs verwenden, damit die Frisur nicht zu aufgesetzt aussieht. Wet-Wachs dagegen eignet sich besonders gut für kurze Igelfrisuren. So werden die stacheligen Frisuren gezielt in Szene gesetzt. Bei langem Haar empfiehlt sich das Wachs zum Beispiel zum Stylen von Hochsteckfrisuren. So erhalten die Haar-Kunstwerke besseren Halt und außerdem einen attraktiven Glanz. Auch der angesagte Sleek-Look wirkt besonders schön, wenn man eine kleine Menge Wachs in den Händen verteilt und anschließend mit diesen über die Haare streicht, um ihnen dadurch einen bezaubernden Schimmer zu verleihen. Feines Haar sollte allerdings nicht unnötig mit Haarwachs beschwert werden, da es dann nur noch mehr an Fülle verlieren würde.
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